Menschen auf der Flucht 

Seit jeher fliehen Menschen vor Krieg, Verfolgung, Hunger oder Naturkatastrophen. Weltweit befinden sich heute 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Noch nie waren es mehr. Seit Jahrzehnten ist der Caritasverband für Stuttgart in der Flüchtlingshilfe aktiv. Vor allem die sprachliche und berufliche Förderung von Flüchtlingen liegt dem Verband am Herzen. In rund 30 Unterkünften in Stuttgart kümmern sich die Mitarbeiter um geflüchtete Menschen, derzeit sind das 3000. Die Caritas ist der größte Träger der Flüchtlingshilfe in ganz Deutschland.

Flüchtlingshilfe

„… ich war fremd und obdachlos und Ihr habt mich aufgenommen.“

Matthäus 25, 35

Flüchtlingsarbeit

Ein Stück Hoffnung für Flüchtlinge

OMID: Dieses persische Wort steht für ein in Deutschland einmaliges Projekt des Caritasverbands für Stuttgart. Es gibt traumatisierten Flüchtlingen Hoffnung, unterstützt sie dabei, ihre verletzten Seelen zu heilen. Viele Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen, erleben Gewalt, Folter, Mord und Anschläge auf der oft Monate dauernden Reise. In Deutschland angekommen, müssen sie meist lange warten, bis sie psychologische Hilfe bekommen. OMID sorgt dafür, dass diese Menschen rasch die Gelegenheit bekommen, mit Fachleuten über das Erlebte zu sprechen, und das Gefühl haben, nicht allein zu sein.


Flüchtlingsarbeit

Großes bürgerschaftliches Engagement

Besonders die Flüchtlingsarbeit vor Ort ist stark geprägt von großem bürgerschaftlichen Engagement. Hunderte von Menschen sind ehrenamtlich für die Caritas tätig. Und auch Jugendliche engagieren sich – beispielsweise im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes und des Freiwilligen Sozialen Schuljahres. Seit 2015 gibt es „young-caritas“, die junge Menschen für freiwilliges soziales Engagement gewinnen will. „youngcaritas“ ist angesiedelt beim Freiwilligenzentrum Caleidoskop, das Ehrenamtliche in alle Bereiche des Caritasverbandes für Stuttgart vermittelt.

1917

5. Juni: Auftrag zur Errichtung eines Caritassekretariats für Stuttgart durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler

1933

Bis 1933: Auskunftsstelle für deutsche Auswanderer, Beginn der Jugendfürsorge, Sammlungen für Arbeitslose.
Ab 1933: Caritas im Zuge der Gleichschaltung als Teil der nationalsozialistisch organisierten Volkswohlfahrt; dennoch Erhalt der Eigenständigkeit,

1945

Kriegsgefangenen- und Heimkehrerhilfe, Notunterkünfte in Bunkern, Koordination Hoover-Speisung

1957

8. November: Umwandlung des Caritas-Sekretariats in den Caritasverband für die Gesamtgemeinde Groß-Stuttgart

1965

Hilfen für Wohnungslose und ältere Menschen im Johannes-Straubinger-Haus, Eröffnung Psychologische Beratungsstelle für Eltern seelisch erkrankter Kinder, Eröffnung Beschützende Werkstatt für Menschen mit Behinderung

1972

Umwandlung Name in „Caritasverband für Stuttgart e.V.“

1982

1982 bis 84: Aufbau und Etablierung sozialpsychiatrische Dienste

1994

Start sozialpädagogische Arbeit an Schulen
Eröffnung Frauenpension als Wohnangebot für obdachlose Frauen

1999

Gründung Caritas Gemeinschafts-Stiftung

2005

September: Eröffnung Freiwilligenagentur Caleidoskop

2011

Start Projekt „Sonnenkinder“, frühe Hilfen für Familien

2015

6. September: Einzug Flüchtlinge ins Haus Martinus