Erfolgreiche Eingliederung

Arbeit haben. Sein eigenes Geld verdienen. Auf eigenen Beinen stehen. Für viele Menschen ist das selbstverständlich. Doch für andere ist das ein Wunschtraum, der nur schwer zu erfüllen ist. Keine Arbeit haben, bedeutet nicht nur materielle Not, sondern immer auch soziale Isolation. Betroffen davon sind häufig Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind oder am Rande der Gesellschaft stehen: Menschen mit einer Behinderung, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit Suchtproblemen oder Menschen, die zu uns geflüchtet sind und die zunächst die Sprachbarriere überwinden müssen. Für sie gibt es viele verschiedene Angebote und Projekte, um sie ihren Möglichkeiten entsprechend zu befähigen und weiterzuentwickeln.

Integration


Beschäftigungsmöglichkeiten

Neue Chancen schaffen, um Fuß zu fassen

In den 1980er Jahren steigt die Arbeitslosigkeit massiv. Gleichzeitig werden die Anforderungen in der Arbeitswelt immer größer und komplexer. Viele Menschen werden „abgehängt“. Ohne Hilfe haben sie keine Chance, wieder Fuß zu fassen. Der Bedarf an Hilfen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt wächst. Die Caritas schafft neue Chancen – von Vermittlungsangeboten über Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu Beschäftigungsmöglichkeiten in den eigenen Integrationsbetrieben.


Arbeitsprojekte

Die Arbeitsprojekte der Caritas

In den 1990er Jahren entstehen bei der Caritas viele Arbeitsprojekte für arbeitslose Menschen. Seit 1996 existiert beispielsweise das Second-Hand-Kaufhaus „Fairkauf“, das zwei Ziele verfolgt: Hier gibt es für Menschen mit wenig Geld gebrauchte Waren zu kleinen Preisen und es bietet langzeitarbeitslosen Menschen eine Beschäftigung. In der Lederschmiede, ebenfalls 1996 eröffnet, stellen substituierte Drogenabhängige Ledertaschen und andere Waren her. Daneben gibt es viele weitere Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote in Integrationsunternehmen wie beispielsweise die Cap-Lebensmittelmärkte, Carisma im Bereich Gebäudemanagement, Stromspar-Check oder Caribou Catering.


"Fairkauf"

Berufliche Zukunft für Flüchtlinge

Eine aktuelle Herausforderung ist es, die vielen Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daran arbeitet die Caritas seit Sommer 2015 mit dem Projekt Zifa – Zielgerichtete Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit der Flüchtlinge zu fördern und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dafür wird genau in Erfahrung gebracht, welche beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen die Menschen mitbringen und wo ihre Neigungen und Begabungen liegen.

1917

5. Juni: Auftrag zur Errichtung eines Caritassekretariats für Stuttgart durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler

1933

Bis 1933: Auskunftsstelle für deutsche Auswanderer, Beginn der Jugendfürsorge, Sammlungen für Arbeitslose.
Ab 1933: Caritas im Zuge der Gleichschaltung als Teil der nationalsozialistisch organisierten Volkswohlfahrt; dennoch Erhalt der Eigenständigkeit,

1945

Kriegsgefangenen- und Heimkehrerhilfe, Notunterkünfte in Bunkern, Koordination Hoover-Speisung

1957

8. November: Umwandlung des Caritas-Sekretariats in den Caritasverband für die Gesamtgemeinde Groß-Stuttgart

1965

Hilfen für Wohnungslose und ältere Menschen im Johannes-Straubinger-Haus, Eröffnung Psychologische Beratungsstelle für Eltern seelisch erkrankter Kinder, Eröffnung Beschützende Werkstatt für Menschen mit Behinderung

1972

Umwandlung Name in „Caritasverband für Stuttgart e.V.“

1982

1982 bis 84: Aufbau und Etablierung sozialpsychiatrische Dienste

1994

Start sozialpädagogische Arbeit an Schulen
Eröffnung Frauenpension als Wohnangebot für obdachlose Frauen

1999

Gründung Caritas Gemeinschafts-Stiftung

2005

September: Eröffnung Freiwilligenagentur Caleidoskop

2011

Start Projekt „Sonnenkinder“, frühe Hilfen für Familien

2015

6. September: Einzug Flüchtlinge ins Haus Martinus