Im Alter in Würde leben

Immer mehr Menschen in der städtischen Gesellschaft sind im Alter auf fremde Hilfen angewiesen. Dabei ändern sich die Anforderungen und Wünsche der Menschen, wie sie im Alter leben möchten. Die Angebote des Caritasverbandes sind stets den Bedürfnissen der Menschen angepasst. Während in den 1960er Jahren noch große Heime wie das Haus Martinus entstehen, setzen heute ganzheitliche, kleine Einrichtungen wie das Haus St. Barbara, wo Menschen in Wohngruppen leben, neue Maßstäbe. Die Botschaft: Angebote für alte Menschen sind alles andere als eine Endstation! Und auch individuelle Wohnformen und die Mitgestaltung von Stadtteilen und Quartieren spielen eine immer wichtigere Rolle.

Altenpflege


Haus Martinus

Haus Martinus – das erste Altenheim der Caritas in Stuttgart

Vorbildlich und führend – so wird bereits 1963 die Arbeit des Katholischen Altenwerkes des Caritasverbandes für Stuttgart beschrieben. Im Jahr 1965 beginnen in der Olgastraße 93 A die Bauarbeiten zum Haus Martinus. Es ist das erste Alten- und Pflegeheim, das der Caritasverband Stuttgart-Stadt baut und eine der größten derartigen Einrichtungen in Stuttgart. Acht Schwestern der Genossenschaft der spanischen Pfarrschwestern mit dem Mutterhaus in Burgos übernehmen die Leitung im Haus Martinus bis 1987.


Altenpflege

Altenhilfeeinrichtungen als Stadtteilzentren

Dem Haus Martinus folgen in den 1970er Jahren weitere Altenhilfeeinrichtungen. St. Ulrich, schön gelegen über dem Max-Eyth-See, entwickelt sich schnell zu einem lebendigen Zentrum im Stadtteil Mönchfeld. Zwei Jahre später folgt die Altenwohnanlage Adam-Müller-Guttenbrunn in Stuttgart-Rot als Teil des Caritas-Zentrums Rot / Zuffenhausen. 1984 wird die Altenwohnanlage Haus St. Monika in Neugereut eröffnet.


Altenpflege

Neue Maßstäbe mit neuen Konzepten

Mit dem Bau des Hauses St. Monika in Neugereut setzt der Caritasverband Maßstäbe. Das Haus entsteht im Rahmen der Planung und der Aufsiedelung im Zentrum des neuen Stadtteils.

Die Frage nach dem „Wie wollen wir im Alter leben?“ beschäftigt den Caritasverband immer. Individuelle Wohnformen, Angebote für Menschen, die in ihrem bisherigen Zuhause wohnen bleiben möchten inmitten ihres Quartiers oder Stadtteils, sind Bestandteil der heutigen Konzepte.

1917

5. Juni: Auftrag zur Errichtung eines Caritassekretariats für Stuttgart durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler

1933

Bis 1933: Auskunftsstelle für deutsche Auswanderer, Beginn der Jugendfürsorge, Sammlungen für Arbeitslose.
Ab 1933: Caritas im Zuge der Gleichschaltung als Teil der nationalsozialistisch organisierten Volkswohlfahrt; dennoch Erhalt der Eigenständigkeit,

1945

Kriegsgefangenen- und Heimkehrerhilfe, Notunterkünfte in Bunkern, Koordination Hoover-Speisung

1957

8. November: Umwandlung des Caritas-Sekretariats in den Caritasverband für die Gesamtgemeinde Groß-Stuttgart

1965

Hilfen für Wohnungslose und ältere Menschen im Johannes-Straubinger-Haus, Eröffnung Psychologische Beratungsstelle für Eltern seelisch erkrankter Kinder, Eröffnung Beschützende Werkstatt für Menschen mit Behinderung

1972

Umwandlung Name in „Caritasverband für Stuttgart e.V.“

1982

1982 bis 84: Aufbau und Etablierung sozialpsychiatrische Dienste

1994

Start sozialpädagogische Arbeit an Schulen
Eröffnung Frauenpension als Wohnangebot für obdachlose Frauen

1999

Gründung Caritas Gemeinschafts-Stiftung

2005

September: Eröffnung Freiwilligenagentur Caleidoskop

2011

Start Projekt „Sonnenkinder“, frühe Hilfen für Familien

2015

6. September: Einzug Flüchtlinge ins Haus Martinus